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Ratgeber · Sicherheit

Strahlung und Sicherheit beim MRI — was Sie wissen sollten

Ist ein MRI sicher? Antworten zu Magnetfeld, Implantaten, Schwangerschaft, Klaustrophobie und warum die MRI-Vorsorge ohne ionisierende Strahlung auskommt.

Warum das MRI strahlungsfrei ist

Die Magnetresonanz­tomographie nutzt ein starkes, statisches Magnetfeld (in unseren Geräten 3 Tesla) und hochfrequente Radiowellen, um die Spinausrichtung von Wasserstoff­kernen im Körper zu messen. Es entsteht keine ionisierende Strahlung — das MRI belastet weder Zellen noch DNA. Wiederholte MRI-Untersuchungen sind aus strahlen­biologischer Sicht unbedenklich.

Was im MRI-Raum verboten ist

Das starke Magnetfeld zieht ferromagnetische Gegenstände an. Vor dem Betreten legen Sie alles Metallische ab:

  • Uhren, Schmuck, Piercings, Brille
  • Schlüssel, Münzen, Smartphone, Hörgeräte
  • Magnetkarten und Bankkarten
  • Kleidung mit Metall (Reissverschlüsse, BH-Bügel) — wir stellen Umkleide und MRI-taugliche Kleidung

Implantate und Geräte

Die meisten modernen Implantate sind MR-conditional, d. h. unter definierten Bedingungen sicher. Wir prüfen das vor der Untersuchung anhand Ihres Implantatpasses. Besondere Aufmerksamkeit gilt:

  • Herzschrittmachern und ICDs
  • Cochlea-Implantaten und Mittelohrprothesen
  • Neurostimulatoren und Insulinpumpen
  • älteren Gefässclips (vor 1995)

Klaustrophobie und Lärm

Unsere 3-Tesla-Scanner sind grosszügig dimensioniert. Sie liegen entspannt, atmen normal und haben jederzeit eine Notfalltaste in der Hand. Das klopfende Geräusch beim Bildaufbau wird durch Kopfhörer mit Musik verträglich. Für besondere Bedürfnisse besprechen wir vorab Atemtechniken oder die Begleitung durch eine Bezugsperson bis ins MRI-Vorzimmer.

Kontrastmittel — wann nötig, wann nicht

Die Standard-Vorsorge bei 360Prevent erfolgt ohne Kontrastmittel. Eine gadoliniumhaltige Kontrastierung wird ausschliesslich bei spezifischer medizinischer Indikation eingesetzt — zum Beispiel zur Charakterisierung eines unklaren Leberbefundes. Eingesetzt werden moderne makrozyklische Präparate mit günstigem Sicherheitsprofil; die Nierenfunktion wird vorab überprüft.

Schwangerschaft und Stillzeit

Ein MRI ohne Kontrastmittel gilt in der Schwangerschaft nach internationalem Konsens als sicher. Elektive Vorsorge­untersuchungen verschieben wir dennoch konservativ auf den Zeitpunkt nach der Geburt. In der Stillzeit ist auch ein kontrast­verstärktes MRI unbedenklich; Stillen muss nicht unterbrochen werden.

Häufige Fragen

Ist ein MRI mit Strahlenbelastung verbunden?

Nein. Das MRI arbeitet ausschliesslich mit Magnetfeldern und Radiowellen. Es entsteht keine ionisierende Strahlung — anders als bei Röntgen, CT oder PET.

Darf ich mit Implantaten ins MRI?

Viele moderne Implantate sind MRI-kompatibel (MR-conditional). Herzschrittmacher, Cochlea-Implantate, Gefässclips, Pumpen und Neurostimulatoren prüfen wir vor dem Termin individuell — bitte Implantatpass mitbringen.

Kann ich während der Schwangerschaft ein MRI machen?

Ein MRI ohne Kontrastmittel gilt in der Schwangerschaft als sicher, wird in der Vorsorge aber nicht empfohlen. Wir verschieben elektive Vorsorge­untersuchungen auf nach der Geburt.

Ich habe Platzangst — geht das überhaupt?

Unsere offenen 3-Tesla-Scanner sind grosszügig dimensioniert. Bei ausgeprägter Klaustrophobie sprechen Sie uns vor dem Termin an — wir besprechen Atemtechniken oder optional eine leichte Beruhigung.

Wie sicher ist Gadolinium-Kontrastmittel?

Im 360Prevent-Standard wird kein Kontrastmittel verwendet. Falls medizinisch notwendig, setzen wir makrozyklische Gadolinium­präparate ein — sie gelten bei normaler Nierenfunktion als sicher.

Bereit für Ihre Vorsorge?

Sichern Sie sich Ihren Termin für den Ganzkörper-MRI-Scan in Zürich oder Bern.